Batteriespeicher für das Eigenheim: Worauf Eigentümer bei der Auswahl achten sollten
Häufig erzeugt eine Photovoltaikanlage den meisten Strom genau dann, wenn er im Haus eigentlich gerade gar nicht gebraucht wird. Mit einem Batteriespeicher lässt sich überschüssiger Solarstrom speichern und zu einem späteren Zeitpunkt nutzen. So kann der tagsüber erzeugte Strom auch am Abend oder in der Nacht verwendet werden. Auf diese Weise lässt sich der Eigenverbrauch steigern, was die Solaranlage wirtschaftlicher macht. Eine Speicherlösung muss dabei immer zum tatsächlichen Bedarf des Hauses und seiner Bewohner passen. Dieser Artikel zeigt, welche Aspekte bei der Auswahl wichtig sind.
Der eigene Verbrauch gibt die Richtung vor
Hauseigentümer sollten zunächst analysieren, wann besonders viel Strom verbraucht wird und welche Geräte im Haushalt regelmäßig in Betrieb sind. Ein geeigneter Batteriespeicher muss nicht nur zum Jahresverbrauch, sondern auch zur individuellen Photovoltaikanlage und dem tatsächlichen Bedarf passen. Wenn zum Beispiel tagsüber im Homeoffice gearbeitet wird, resultiert daraus eine andere Nutzung des Stroms als in einem Haushalt, wo alle erst am Abend nach Hause kommen. Bevor verschiedene Systeme in Erwägung gezogen werden, sollte daher Folgendes geklärt sein:
- Der jährliche Stromverbrauch sollte aus mehreren Abrechnungen hervorgehen.
- Die Photovoltaikanlage sollte mit Leistung, Ausrichtung und Verschattung erfasst sein.
- Geplante Verbraucher wie Wärmepumpe oder Wallbox sollten berücksichtigt werden.
- Der nächtliche Grundverbrauch sollte realistisch geschätzt werden.
Kapazität und Leistung sind nicht dasselbe
Die in Kilowattstunden angegebene Speicherkapazität beschreibt, wie viel Energie aufgenommen werden kann. Eine weitere bedeutende Angabe ist die Leistung in Kilowatt. Diese gibt an, wie schnell der Batteriespeicher Strom laden oder abgeben kann.
Stellt der Speicher nur eine geringe Leistung bereit, obwohl mehrere Geräte gleichzeitig in Betrieb sind, hilft eine hohe Kapazität wenig. Umgekehrt kann es sein, dass selbst ein leistungsstarkes System aufgrund einer zu geringen Speicherkapazität nur eingeschränkt genutzt werden kann.
Stellt der Speicher nur eine geringe Leistung bereit, obwohl mehrere Geräte gleichzeitig in Betrieb sind, hilft eine hohe Kapazität wenig. Umgekehrt kann es sein, dass selbst ein leistungsstarkes System aufgrund einer zu geringen Speicherkapazität nur eingeschränkt genutzt werden kann.
Die Anschlussart hängt von der Anlage ab
Speicher und Wechselrichter werden bei neuen Photovoltaikanlagen oftmals gemeinsam geplant. In solchen Fällen kommt oft eine DC-gekoppelte Lösung infrage, bei der der Solarstrom vor der Umwandlung gespeichert wird. Bei bestehenden Anlagen dagegen kann ein AC-gekoppelter Batteriespeicher praktischer sein. Wirkungsgrad, vorhandene Technik, Platzbedarf und Kosten können wichtiger als die Anschlussart sein, und Fachbetriebe sollten vor allem bei einer älteren Anlage im Vorfeld erst prüfen, ob Wechselrichter, Steuerung und Speicher überhaupt miteinander kommunizieren können.
Gute Effizienz zeigt sich auch bei kleiner Last
Wenn Hersteller hohe Wirkungsgrade nennen, bedeutet das noch nicht, dass sich diese unter realistischen Bedingungen auch abrufen lassen. Die Werte entstehen nämlich unter Prüfbedingungen in einem idealen Umfeld. Sie sagen außerdem nichts über den Hausbetrieb aus, und Standby-Verbrauch, Umwandlung und Regelung können die Bilanz maßgeblich beeinflussen.
Daher ist es wichtig, nicht nur den maximalen Wirkungsgrad verschiedener Batteriespeicher miteinander zu vergleichen. Deutlich aussagekräftiger sind Angaben zum Teillastbetrieb und zum Eigenverbrauch des Speichers. Nach solchen Angaben muss bei manchen Geräten gründlich gesucht werden.
Daher ist es wichtig, nicht nur den maximalen Wirkungsgrad verschiedener Batteriespeicher miteinander zu vergleichen. Deutlich aussagekräftiger sind Angaben zum Teillastbetrieb und zum Eigenverbrauch des Speichers. Nach solchen Angaben muss bei manchen Geräten gründlich gesucht werden.
Spätere Verbraucher verändern die Auslegung
Der aktuell vorhandene Bedarf kann sich in Zukunft erheblich verändern. Wenn zum Beispiel eine Wärmepumpe, ein Elektroauto oder eine elektrische Warmwasseraufbereitung hinzukommen, erhöht sich der Stromverbrauch deutlich. Gegebenenfalls lohnt es sich daher, die kommenden Jahre gleich mit einzuplanen, ohne den Batteriespeicher dabei unnötig überdimensioniert zu wählen.
Besonders praktisch sind diesbezüglich modulare Systeme. Sie können bei Bedarf ganz einfach um weitere Batteriemodule ergänzt werden. Allerdings lässt sich nicht jedes ältere Modul später auch mit einem neuen kombinieren. Wer eine Erweiterung plant, sollte sich diese Möglichkeit daher immer schriftlich bestätigen lassen und auch prüfen, ob der Wechselrichter zusätzliche Leistung überhaupt verarbeiten kann.
Besonders praktisch sind diesbezüglich modulare Systeme. Sie können bei Bedarf ganz einfach um weitere Batteriemodule ergänzt werden. Allerdings lässt sich nicht jedes ältere Modul später auch mit einem neuen kombinieren. Wer eine Erweiterung plant, sollte sich diese Möglichkeit daher immer schriftlich bestätigen lassen und auch prüfen, ob der Wechselrichter zusätzliche Leistung überhaupt verarbeiten kann.
Notstrom muss ausdrücklich vorgesehen sein
Bei einem Stromausfall wird das Haus nicht automatisch durch den Batteriespeicher weiter versorgt. Während bei manchen Systemen lediglich eine Notstrom-Steckdose vorhanden ist, können andere auch ausgewählte Stromkreise oder ganze Teile des Gebäudes übernehmen. Hierfür ist allerdings die passende Elektroinstallation erforderlich.
Die verfügbare Leistung bleibt bei der Ersatzstromversorgung begrenzt. Ist der Speicher leer, steht natürlich auch für die Ersatzstromversorgung keine Energie zur Verfügung. Daher sollten Eigentümer bereits im Vorfeld klar festlegen, welche Geräte im Ernstfall laufen müssen und auf welche verzichtet werden kann.
Die verfügbare Leistung bleibt bei der Ersatzstromversorgung begrenzt. Ist der Speicher leer, steht natürlich auch für die Ersatzstromversorgung keine Energie zur Verfügung. Daher sollten Eigentümer bereits im Vorfeld klar festlegen, welche Geräte im Ernstfall laufen müssen und auf welche verzichtet werden kann.
Der Standort beeinflusst Alterung und Sicherheit
Für einen Batteriespeicher wird ein trockener, gut zugänglicher und gleichmäßig temperierter Platz benötigt. Durch starke Hitze oder dauerhafte Kälte kann der Speicher vorzeitig altern. Daher sind ein feuchter Keller, ein enger Dachraum oder eine überflutungsgefährdete Ecke eher nicht geeignet.
Der Batteriespeicher muss nach den Herstellervorgaben montiert werden und braucht genügend Abstand zu anderen Einbauten und leicht entzündlichen Materialien. Auch ohne einen größeren Umbau müssen später Wartung, Abschaltung und Austausch möglich sein. Daher sollte die Wahl des Standorts möglichst mit einem Fachbetrieb gemeinsam erfolgen.
Der Batteriespeicher muss nach den Herstellervorgaben montiert werden und braucht genügend Abstand zu anderen Einbauten und leicht entzündlichen Materialien. Auch ohne einen größeren Umbau müssen später Wartung, Abschaltung und Austausch möglich sein. Daher sollte die Wahl des Standorts möglichst mit einem Fachbetrieb gemeinsam erfolgen.
Garantie und Service entscheiden langfristig mit
Anstatt große Werbeversprechen zu ernst zu nehmen, ist ein genauer Blick auf die Garantiebedingungen zu empfehlen. Wichtig sind hier vor allem die garantierte Restkapazität, die Laufzeit, die Begrenzungen nach Ladezyklen und der genaue Umfang. Außerdem gilt es darauf zu achten, ob die Garantie nur die Batteriemodule oder aber auch Wechselrichter, Steuerung und Arbeitskosten betrifft.
Falls der Batteriespeicher ausfällt oder Fehlermeldungen auftreten, benötigen die Eigentümer einen gut erreichbaren Ansprechpartner. Rechnungen, Datenblätter, Inbetriebnahmeprotokolle und Garantien sollten immer vollständig aufbewahrt werden, denn bei Reparaturen helfen diese Unterlagen weiter und auch beim Verkauf der Immobilie können sie wichtig werden.
Falls der Batteriespeicher ausfällt oder Fehlermeldungen auftreten, benötigen die Eigentümer einen gut erreichbaren Ansprechpartner. Rechnungen, Datenblätter, Inbetriebnahmeprotokolle und Garantien sollten immer vollständig aufbewahrt werden, denn bei Reparaturen helfen diese Unterlagen weiter und auch beim Verkauf der Immobilie können sie wichtig werden.
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GASPAR Immobilienberatung
Brigidastraße 15
52372 Kreuzau
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